Vor der Ankunft der Spanier gab es in Kolumbien eine Vielfalt von Kulturen. Manche Stämme waren bereits sehr weit entwickelt und fortgeschritten während andere noch in Nomadenstämmen lebten und durchs Land zogen. Mit der Kolonisierung betraten nicht nur Spanier das Land, sondern auch die afrikanischen Sklaven, welche auf den Plantagen arbeiteten. Die Kolonialisten, Sklaven und Einheimischen vermischten sich in den unterschiedlichen Regionen auf verschiedene Weise, sodass Kolumbien sich zu einer Nation mit vielen verschiedenen ethnischen und kulturellen Einflüssen entwickelt hat.
Die Bevölkerungsaufteilung Kolumbiens ist sehr ungleich. Da etwa 74% der Einwohner in den Städten leben, ist fast die Hälfte des gesamten Staatslandes unbesiedelt. Es herrscht ein starker Drang dazu in die Städte zu ziehen, da dort die Gefahr vor militärischen Anschlägen geringer ist und die Lebensverhältnisse besser sind.
In Kolumbien besteht Religionsfreiheit, allerdings gehören 90% der Kolumbianer der römisch-katholischen Kirche an. Indigene Religionen werden kaum noch praktiziert. Obwohl sich die Lage während der letzten Jahrzehnte stetig verbessert, herrscht noch immer eine große Ungleichheit in der Gesellschaft. Es existiert nur eine sehr kleine Mittelschicht, während etwa 25,8% der kolumbianischen Bevölkerung in Armut leben.