Die kolumbianische Kultur setzt sich größtenteils aus den Einflüssen der einheimischen Stämme vereint mit jenen der europäischen Kolonialmächte zusammen. Allerdings sind als Folge der geografischen Isolation einzelner Regionen verschiedene kulturelle Bereiche entstanden. So haben die atlantischen Küstenbewohner andere Bräuche als jene, die im Landesinneren an der Grenze zu Venezuela leben. Während sich die kleinen Dörfer am Amazonas weiterhin von der Jagd und dem eigenen, landwirtschaftlichen Anbau ernähren und in kleinen Hütten aus Palmenblättern wohnen, leben die Menschen in der Hauptstadt in riesigen, modernen Hochhäusern und verfügen über die modernsten Technologien.
Die Kunst spielt eine wichtige Rolle in der kolumbianischen Kultur. Insbesondere zu Zeiten vor der Kolonisation hatte die handwerkliche Kunst eine große Bedeutung. Es entstanden zum Beispiel Figuren aus purem Gold sowie wertvolle Schmuckstücke aus besonderen Steinen. Die spanischen Eroberer nahmen viele dieser wertvollen Gegenstände an sich, um sie zu zerstören und die Materialien zu anderen Zwecken zu nutzen. Noch heute sind von Hand gefertigte Kunstwaren von Kleinhändlern sehr beliebt. Der weltbekannte Schriftsteller Gabriel García Marquez, der den Weltbestseller Hundert Jahre Einsamkeit schrieb, stammt aus Kolumbien. Er gewann 1982 den Literaturnobelpreis.
Was die kolumbianische Musik angeht, so lässt sie sich als Mischung aus europäischen, afrikanischen, modernen und karibischen Einflüssen bezeichnen. Oftmals wird Cumba als die typisch kolumbianische Musikrichtung angesehen. In jüngster Zeit entwickelte sich in Kolumbien auch der sogenannte Pop tropical, der die sehr beliebte Musikband Juanes sowie den Weltstar Shakira hervorbrachte.