Kolumbien ist ein freie Marktwirtschaft und hat ihre Haupthandels- und Investitionsbeziehungen mit den USA. Im Gegensatz zu vielen der Nachbarländer hat Kolumbien noch unter keiner katastrophalen Wirtschaftskrise gelitten. Die Regierung unter Uribe ist bestrebt die entlastende Finanz- und Steuerpolitik zu erhalten und verfolgt den Plan mehrerer Wirtschaftsreformen, welche Rente, Gehälter und Steuern betrifft. Die Arbeitslosenrate in Kolumbien betrug im Dezember 2006 11,6 %. Das stetige Wirtschaftswachstum lässt sich auf eine Haushaltssicherung und auf eine stabile Währung zurückführen. Fördernd wirken außerdem der Anstieg des Ölpreises sowie die steigende Exportrate mit den Nachbarstaaten und den USA als Folge der Schaffung einer Freihandelszone.
Kolumbiens Industrie ist sehr vielfältig, da es in vier sehr unterschiedlichen geographischen Lagen jeweils ein großes Wirtschaftszentrum gibt: Bogotá, Medellin, Cali und Barranquilla. Kolumbiens Hauptindustriezweige betreffen Textilien, Lederprodukte, Nahrungs- und Getränkeproduktion, Papierherstellung, Chemikalien, Zement und andere Baustoffe, Eisen- und Stahprodukte sowie Metall. Durch Kolumbiens vielfältige Vegetations- und Klimabedingungen gedeiht eine große Anzahl unterschiedlicher Ackerpflanzen, wie zum Beispiel verschiedenes Gemüse, Reis oder Kaffee. Da es sehr viele Waldregionen gibt, existieren auch zahlreiche ertragreiche Baumsorten, wie tropisches Hartholz, Eucalyptusbäume, Kakaobäume, Zuckerrohr, Bananenstauden, Kokosnusspalmen, Baumwolle und Tabakpflanzen. Des Weiteren verfügt Kolumbien über beachtliche Mineralien- und Energieressourcen, insbesondere was Kohle- und Gasreserven angeht.
Kolumbien besitzt den fünftgrößten Exportmarkt der westlichen Hemisphere und den größten landwirtschaftlichen Exportmarkt hinter den Staaten des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA).