Die kolumbianische Regierung erreichte am 20. Juli 1810 ihre Unabhängigkeit und ist heute eine demokratische Republik. Die derzeitige Verfassung wurde 1991 etabliert. Sie teilt die Regierung in drei Gewalten. Die Executive ist der Präsident, welcher Regierungschef und Staatsoberhaupt zugleich ist. Der Präsident kann zwei Mal für vier Jahre gewählt werden. Seit der letzten Wahl im Mai 2006 ist Alvaro Uribe Velez Präsident gefolgt von Vizepräsident Francisco Santos Calderon. Die Legislative besteht aus einem Zweikammersystem mit dem Senat und dem Abgeordnetenhaus. Die Judicative liegt in den Händen des Obersten Gerichtshofes, des Verfassungsgerichts und des staatlichen Rats. Kolumbien ist in 32 politische Verwaltungsbezirke eingeteilt, zuzüglich der Hauptstadt Bogotá. Die wichtigsten politischen Parteien sind die Konservative Partei Kolumbiens, die Liberalen, die Bewegung der Nationalen Sicherheit und die Demokratische Allianz. Daneben gibt es weitere kleinere Parteien. Gefährdung des politischen und öffentlichen Lebens geht von der Bewaffneten Gruppe Kolumbiens (FARC) und der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) aus.
Im Jahr 1969 formte Kolumbien gemeinsam mit Bolivien, Chile, Ecuador und Peru die Communidad Andina, welche die wirtschaftliche, politische und soziale Integration dieser Länder zum Ziel hat. In den 1980ern erweiterte Kolumbien seine bilateralen und multilateralen Beziehungen durch den Beitritt zur Contadora-Gruppe, welche der Stabilisation Mittelamerikas diente und aus der die Rio-Gruppe hervorging. Außerdem beteiligte sich Kolumbien an der Bewegung blockfreier Staaten, die ein internationaler Zusammenschluss jener Staaten ist, die sich im Ost- Westkonflikt neutral verhielten. Schon seit jeher spielt Kolumbien eine aktive Rolle in der UN und der Organisation Amerikanischer Staaten.