Kolumbien befindet sich im Nordwesten Südamerikas. Das Land grenzt im Westen an den Pazifik und im Norden an den Atlantik. Nachbarstaaten Kolumbiens sind Ecuador, Peru und Brasilien im Süden, im Westen Venezuela und im Norden Panama.
Die Gesamtfläche Kolumbiens beträgt 1 141 748 km² und es wohnen im Durchschnitt 37 Einwohner pro Quadratkilometer. Die Hauptstadt ist Bogotá, daneben gibt es weitere große Städte, wie Medellín, Cali und Cartagena de Indias.
Das Staatsgebiet lässt sich in vier große Regionen einteilen: Die Anden, das karibische Küstentiefland, das Pazifische Küstentiefland sowie Amazonien und Orinokien. Die Anden befinden sich im Westen Kolumbiens und werden von zahlreichen Flüssen durchquert, die in das karibische Meer münden. Im Norden Kolumbiens liegt das höchste Küstengebiet der Erde, die Sierra Nevada. Es erreicht auf den beiden höchsten Gipfeln Pico Cristobal Colón und Pico Simón Bolívar eine Höhe von 5775 m. Das Karibische Küstentiefland ist dünn besiedelt, da es weitestgehend von Sumpfgebieten bedeckt ist. Ebenfalls wenig bevölkert ist das pazifische Küstentiefland, da das Klima dort das ganze Jahr hindurch sehr feucht und heiß ist. Diese Region ist größtenteils von Regenwald bewachsen. Unter Amazonien und Orinokien versteht sich die die dicht bewaldete östliche Landeshälfte.
Da der Äquator durch Kolumbien verläuft, liegt das Land in der tropischen Klimazone mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von über 24 °C, von der die höheren Bergregionen abweichen. In Kolumbien gibt es zwei Regenzeiten und in den feuchtesten Gebieten fallen durchschnittlich 3000 Millimeter Niederschlag im Jahr. Damit gehört Kolumbien zu den feuchtesten Ländern der Erde. Auch die Vielvalt des Tierreiches ist überdurchschnittlich groß, was sich auf die vielseitigen Vegetationstypen zurückführen lässt. Etwas mehr als die Hälfte der Landesfläche ist bewaldet, daneben existieren Savannen-, Trocken- und Feuchtgebiete.